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Finalisten

Erfahren Sie alles über die
diesjährigen Finalisten

Finalisten – Jazzpreis 2022

Der Biberacher Jazzpreis ist einer der wenigen international ausgeschriebenen Preise für den Jazznachwuchs und nach über 30 Jahren zu einer festen Einrichtung geworden. Das Finale findet 2022 zum vierzehnten Mal statt, in diesem Jahr zum ersten Mal in der Gigelberghalle. Vor allem jüngeren Jazzmusikerinnen und -musikern bietet er seit über einem viertel Jahrhundert eine Plattform, um sich zu präsentieren. Die fünf besten Formationen stellen sich einer renommierten Jury und dem Publikum. Sie spielen um knapp 5000 Euro Preisgeld. In Zusammenarbeit und mit Unterstützung der Stadt Biberach ist für den Jazzclub Biberach die Idee, Jazz als zeitgemäße Kunstform für Jugendliche und junge Musiker zu vermitteln, nach wie vor attraktiv.

Dem Aufruf zur Bewerbung sind in diesem Jahr 25 Jazz-Formationen gefolgt. Die fünf besten Formationen wurden bereits von der Jury ausgewählt. 

Finalisten 2022

Die Posaunistin Carlotta Armbruster (17) und der Schlagzeuger Jonas Heck (19) lernten sich als Vorstudenten der HMdK Stuttgart kennen und experimentieren in ihrem Duo „Dimension“ mit den Möglichkeiten dieser ungewöhnlichen Besetzung. Der bewusste Verzicht auf ein Harmonieinstrument bildet dabei die Grundlage für ein improvisatorisch freies, auf Interaktion ausgelegtes Musizieren auf der Basis von zeitgenössischen Stücken und Eigenkompositionen. 

Besetzung: Carlotta Armbruster (Posaune, Melodica), Jonas Heck (Schlagzeug) 

Dieses Duo, bestehend aus Saxophon und Klavier könnte ein jazztypisches Duo sein. Mit einer jazztypischen Besetzung und einer jazztypischen Klangfarbe. Doch die beiden Musiker Nico Graz und Jan-Peter Itze haben es sich zur Aufgabe gemacht, diese einengende Definition auf zu brechen. Sie kreieren einen Sound, der zwar auf den natürlichen Klangfarben der Instrumente basiert, jedoch einen Raum für unzählige musikalische Möglichkeiten eröffnet. 

Besetzung: Jan-Peter Itze (Klavier, Vocoder, Beatbox), Nico Graz (Saxofon, Accordina, Effekt) 

Bei einem metaphorischen Ausflug in den Wald präsentiert der Augsburger Bassist Florian Hartz mit seinem Trio Flo & Fauna relaxte, coole, zeitgemäße und einfach fette Fusion-Grooves inspiriert von diesem besonderen grünen Lebensraum. Der E-Bass steht hier also für das grundierende Wurzelwerk: mal funky, mal stoisch in repetitiven Disco-Patterns, dann wieder sehr sanglich gedacht. Es groovt gewaltig im Wald, bleibt dabei aber der Spielkultur eines echten Piano-Trios verhaftet. 

Besetzung: Florian Hartz (E-Bass), Jakob Dinnebier (Schlagzeug), Valentin Seidl (Keys) 

Shuteen Erdenebaatar und Nils Kugelmann begegnen sich in „Lightville“ als Interpret:innen und Komponist:innen zugleich. Sie spielen mit Hoffnung und Spannung, erleben Kraft und Empfindlichkeit und begeben sich mit ihren Zuhörer:innen auf eine Reise zwischen Leidenschaft und Ruhe. Die Ausgewogenheit aus komponierter Musik und lebendiger Improvisation führt zu unvergesslichen Momenten, die sich nicht wiederholen lassen. 

Besetzung: Shuteen Erdenebaatar (Klavier), Nils Kugelmann (Kontra-Altklarinette) 

Um Ehrlichkeit geht es Vincent und seinen Mitspielern, die ist wichtiger, als hyperrevolutionär zu sein. Bilderstürmer sind hier nicht am Werk, dafür sehr formbewusste, mal witzig-euphorische, dann wieder balladesk-melancholische, in jedem Fall sehr facettenreiche Musiker, die auf der Grundlage von Vincents Kompositionen vielfarbige und immer wieder überraschende Momentaufnahmen extrahieren. Unbändige Spiellust an komplexen Formen und Rhythmen treffen auf viel Lust am Experiment und einen bemerkenswerten Sinn für ungewöhnliche und im Gedächtnis haftende Melodien. 

Besetzung: Vincent Meißner (Piano), Josef Zeimetz (Bass), Henri Reichmann (Schlagzeug)