Drei Brüder, eine Schwester, eine Videokonferenz und ein kleiner, aber bekannter Anlass: Ein Geschenk für die Goldene Hochzeit der Eltern soll besorgt werden. Was nach einer leichten Aufgabe klingt, entwickelt sich zum rasanten und urkomischen Konfrontationskurs.
Jeder hat ganz eigene Ansichten, woran die Eltern Freude haben könnten. Und das hat auch mit dem eigenen Leben zu tun. So prallen vier unterschiedliche Lebensentwürfe aufeinander, vier Geschwister zerlegen ihre Kindheit und gegenseitig ihre Biographien. Und finden am Ende doch zueinander. Sie zeigen, was mit einer Gesellschaft passiert, in der sich jeder in seiner Denkblase einrichtet. Vier Kästen auf der Bühne, angeordnet wie der Bildschirm einer Zoom-Konferenz. Vier Fenster, vier Lebenswelten, vier Einblicke in unterschiedliche Lebensentwürfe. Hier wohnen sie, die Geschwister, die sich über die Jahre entfremdet haben. Und doch sollen sie zusammenkommen, um das perfekte Geschenk zur Goldenen Hochzeit der Eltern zu finden. Ein scheinbar einfaches Vorhaben, das sich als ebenso kompliziert herausstellt wie ein Familientreffen an Weihnachten. Der Bühnenaufbau fängt den Wahnsinn des digitalen Zeitalters ein. Die vier Kästen sind mehr als nur Kulisse – sie sind Gefängnis, Schutzraum, Schauplatz für absurde Dialoge und verzweifelte Versuche der Annäherung. Die vier Räume, mit viel Liebe zum Detail erschaffen, sind so verschieden wie die Geschwister selbst: von minimalistisch durchgestylt bis chaotisch-messiesk. Wie wird dieses Quartett, das nicht einmal eine Videokonferenz ohne Streit übersteht, ein gemeinsames Geschenk organisieren?